Lyrics

Gewitter am Parnass

Marathon, 8.04.2013, r.f.

Schwarz hing das Gewitter am Parnass
Droben just am Mahnmal kam es runter -
Sein Donner brüllt: „Das Dorf, so ging es unter,
Distomo. Vergiss nicht, Deutscher, dass ...

... die Nazi-Schergen deiner Herrscher-Klasse,
hier mordeten für's große Kapital.“
Heut würgt es das Volk katasTroikal.
Herren, Schergen – ja, wie ich sie hasse!

Ach, roter Mohn, dich schlugen Stahlgewitter,
scheinst mir doch so kühn tiefrot am Wegesrand
Ach, roter Mohn, ist der Winter noch so bitter,
Wirst du wieder blühn wie hier in Griechenland.

Der Nazi-Wahn war auszulöschen eben
das ganze Dorf und jeden Widerstand.
Der überwinterte im Hinterland.
Seine Kinder füll’n heut Distomo mit Leben.

Ach, roter Mohn, dich schlugen Stahlgewitter,
scheinst mir doch so kühn tiefrot am Wegesrand
Ach, roter Mohn, ist der Winter noch so bitter,
Wirst du wieder blühn wie hier in Griechenland.

Wann ha’m sie die Schuld hier je beglichen,
gesühnt das Massaker von Distomo?
Frauen, Männer, Kinder: nein, ach wo!
Heut’ reden sie von Schuldenlast der Griechen.

Oh nein, da brauch ich kein Orakel –
Und liegt’s hier am Parnass auch gar nicht weit
Sie lassen Blasen platzen, beuteln Land und Leut'
Auch ohne Stahl droht heut ein Mords-Debakel!

Ach, roter Mohn, dich schlugen Stahlgewitter,
scheinst mir doch so kühn tiefrot am Wegesrand
Ach, roter Mohn, ist der Winter noch so bitter,
Wirst du wieder blühn wie hier in Griechenland.

Noch ganz andre Wetter, Winterszeiten
warten auf dich, hallt des Donners Hohn.
Ob es übern Winter hilft, das Rot im Mohn?
Die Hoffnung, bleibt, und sei’s nur in den Kindern!

Ach, roter Mohn, dich schlugen Stahlgewitter,
scheinst mir doch so kühn tiefrot am Wegesrand
Ach, roter Mohn, ist der Winter noch so bitter,
Wirst du wieder blühn wie hier in Griechenland.
Wirst du wieder blühn nicht nur in Griechenland.


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